Big Eye Watching You

Ein aktenkundiger Krimineller wird ermordet. Die Ermittlungen führen die Sonderkommission auf die Spur eines der meistgesuchten Gewaltverbrechers Deutschlands, der – eigentlich – im Ausland vermutet wird. Samt Beute seiner früheren Straftaten. Der Staatsanwalt, der seinerzeit an dessen Ergreifung scheiterte, wittert Morgenluft. Und erwartet unbedingte und schnellstmögliche Festnahme des Täters. die Ermittlungen lassen vermuten, dass der gesuchte Gewaltverbrecher und das Mordopfer gemeinsam einen weiteren Raubzug planten, bei dessen Vorbereitung es zu Streit und zum Morde an dem Mittäter kam. Im Rahmen der Ermittlungen befragt man – wieder einmal und wiederholt – die Schwester des Gesuchten, die selbst mit keiner der Straftaten etwas zu tun gehabt hat, bei der es seit Jahren nicht das geringste Anzeichen eines Kontaktes zu ihrem Bruder gab und gibt, verlangt unabhängig davon Zugang zu deren Haus und lässt eine Drohne mit Wärmebildkamera über ihrem Haus schweben und sie und das Haus damit überwachen und ausforschen. Als wäre es eine Selbstverständlichkeit, dass – Angehörige oder nicht – jeder eben so beliebig überwacht, ausgeforscht und ohne jedwede Kontrolle oder Genehmigung solcher Ermittlungsmittel unter Generalverdacht gestellt werden kann.

Offenbar ist die Mentalität in Deutschlang inzwischen so – oder wie kann, mag man sich sonst erklären, dass dieses Vorgehen kein Wort der Erwähnung in Medien findet? Keine Diskussion, keine Empörung, kein Aufgreifen eines Themas, das Freiheits- und Grundrechte jeden Einzelnen betrifft. Keiner wundert sich, debattiert das? Man würde das gern damit erklären, dass es sich “nur” um Szenen aus der Folge “Auge und Auge” der SOKO Leipzig vom 3. März 2012 handelte ...

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