Bei Diskriminierung ist schnelles Handeln gefragt

Nicht nur Lebensmittel, sondern auch Entschädigungsansprüche von Arbeitnehmern wegen Diskriminierung haben ein Verfallsdatum. Fordern beispielsweise behinderte Stellenbewerber wegen der unterlassenen Einladung eines öffentlichen Arbeitgebers zu einem Vorstellungsgespräch eine Entschädigung wegen Diskriminierung, müssen sie dies innerhalb von zwei Monaten geltend machen, urteilte am Donnerstag, 15.03.2012, das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt (AZ: 8 AZR 160/11). Diese im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) festgelegte Frist sei wirksam und auch nach EU-Recht nicht zu beanstanden.

Damit scheiterte ein schwerbehinderter Stellenbewerber mit seiner Klage. Der Mann hatte sich 2008 auf eine im Saarland ausgeschriebene Stelle als Lehrkraft in einer Justizvollzugsanstalt beworben.

In seiner Bewerbung hatte der Kläger auf seine Schwerbehinderung hingewiesen. Nach den gesetzlichen Bestimmungen (§ 82 SGB IX) müssen öffentliche Arbeitgeber in solch einem Fall den Bewerber zum Vorstellungsgespräch einladen ...

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