Wann Fotos von ehemaligen Mitarbeitern aus dem Unternehmensblog entfernt werden müssen

Viele Unternehmen machen sich das Internet und die damit verbundenen Kommunikationsmöglichkeiten zu Nutzen. Dazu gehört auch die Eigendarstellung, welche gerne mit Fotos von Mitarbeitern ergänzt wird.

Zu rechtlichen Auseinandersetzungen in diesem Bereich kann es immer dann kommen, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt und nicht mehr möchte, dass die eigene Abbildung noch auf der Website des ehemaligen Arbeitgebers genutzt wird.

Nun hatte ein Gericht über einen Fall zu entscheiden, in dem es um ein Foto einer ehemaligen Mitarbeiterin in einem Unternehmensblog ging.

Die Rechtslage

Die Nutzung von Mitarbeiterfotos tangiert das Persönlichkeitsrecht der abgebildeten Personen. Erforderlich ist damit stets eine entsprechende Einwilligung des Mitarbeiters, wie sich aus § 22 KunstUrhG ergibt. Danach dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Allein aus dem Arbeitsvertrag kann man diese Einwilligung nicht herleiten, denn es gehört keineswegs zur generellen Pflicht eines Mitarbeiters, dass ein Foto von ihm veröffentlicht werden kann.

Im Streitfall muss derjenige, der das Foto verwendet, die Einwilligung der abgebildeten Personen(en) nachweisen können. Entschließt sich also ein Unternehmen dazu, Fotos der Mitarbeiter zu machen und entsprechend zu veröffentlichen, dann empfiehlt sich aus Unternehmenssicht stets eine schriftliche Vereinbarung über den Umfang der Fotonutzung. Nicht zuletzt bringt dies auch einen Transparenzeffekt für beide Seiten.

Der Fall: Das Foto im Unternehmensblog

Das Hessisches Landesarbeitsgericht (Az. 19 SaGa 1480/11) hatte nun über einen Fall zu entscheiden, in dem sich eine Wirtschaftskanzlei geweigert hat, das Foto einer ehemaligen Mitarbeiterin aus dem Unternehmensblog zu entfernen ...

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