OT: Zum "Herumführen eines auf allen Vieren kriechenden Menschen"

Bin bei einer Recherche in der zfs an dieser etwas zurückliegenden versicherungsrechtlichen Entscheidung vorbei gekommen, die zwar OT ist, jedoch sicher auch für viele Blogleser sehr unterhaltsam sein wird. Diese werden vor allem für den Hinweis dankbar sein, dass das Herumführen eines auf allen Vieren kriechenden Menschen für den Durchschnittsbürger eher ungewöhnlich ist:

I. Die Parteien streiten um Ansprüche des Klägers aus einer bei der Beklagten bestehenden Privathaftpflichtversicherung, der die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Haftpflichtversicherung (AHB) sowie die Besonderen Bedingungen und Risikobeschreibungen für die Haftpflichtversicherung (AH 501 - 02.99) der Beklagten zugrunde liegen. Vom Versicherungsschutz ausgenommen sind danach u.a. "Versicherungsansprüche aller Personen, die den Schaden vorsätzlich herbeigeführt haben" (§ 4 Ziff. II. Nr. 1 AHB) sowie "Gefahren ... einer ungewöhnlichen und gefährlichen Beschäftigung" (Buchstabe A. Ziff. I. der o.g. besonderen Bedingungen).

Am Abend des 27.02.2009 hielten sich der Kläger, die später Geschädigte … sowie eine weitere Person in der Wohnung des Klägers in … auf. Bereits in der Vergangenheit war es zwischen dem Kläger und der Geschädigten wiederholt zu sexuell motivierten, der Geschädigten (nach der Behauptung des Klägers: leichte) Schmerzen bereitenden "Spielchen" (so die Wortwahl des Klägers) gekommen. Im Verlauf des Abends legte sich die Geschädigte einen Gürtel um den Hals, was der Kläger, da es in der Vergangenheit schon häufiger zu ähnlichen Situationen gekommen war, als Aufforderung dazu verstand, den Gürtel leicht zuzuziehen. Alsdann lockerte er den Gürtel etwas und wandte sich zunächst von der Geschädigten ab, die sich daraufhin auf die Couch setzte ...

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