Sieben auf einen Streich: Antworten auf die Konsultation zur Frauenquote

von Ulrich Wackerbarth

Anders als Ulrich Noack habe ich mich entschlossen, auf die Konsultation der Kommission Justiz “zum unausgewogenen Geschlechterverhältnis in den höchsten Entscheidungsgremien von Unternehmen in der EU” zu reagieren, und eine Stellungnahme abgegeben.

Das liegt vor allem daran, dass ich alle Maßnahmen der Geschlechtergleichstellung in privaten Unternehmen (auch) als kostenverursachend betrachte. Sie gehören damit zu den Bedingungen, unter denen Unternehmen am Wettbewerb teilnehmen. Von daher spricht alles für eine EU-weite und EU-einheitliche Regelung (siehe bereits hier unter Nr. 8).

Nachfolgend eine Zusammenfassung meiner Antworten zu den gestellten Fragen (ausführlich wird die Stellungnahme wohl irgendwann auf der Website der Kommission zu finden sein).

Fragen der Konsultation vom 5.3.2012:

(1) Für wie wirksam halten Sie die Selbstregulierung durch Unternehmen im Hinblick auf den Abbau des Geschlechterungleichgewichts in den höchsten Entscheidungsgremien von Unternehmen in der EU?

Für nicht besonders wirksam.

(2) Welche zusätzlichen Maßnahmen (der Selbstregulierung bzw. Regulierung) sollten im Zusammenhang mit dem Abbau des Geschlechterungleichgewichts in den höchsten Entscheidungsgremien von Unternehmen in der EU ergriffen werden?

Künftig sollte für jedes auszuwechselnde Mitglied des Aufsichtsrates sowohl ein Mann als auch eine Frau vorgeschlagen werden müssen. Wird also der gesamte 3-köpfige Aufsichtsrat neu gewählt, so müsste der Wahlvorschlag drei Männer und drei Frauen beinhalten, sonst darf die Hauptversammlung nicht darüber abstimmen. Wenn man der Hauptversammlung eine echte Wahlmöglichkeit eröffnete, hätte man zugleich die Corporate Governance von Publikumsgesellschaften verbessert ...

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