LSD gegen Alkoholismus: Horrortrip oder Patentrezept?

Die Folgen von Alkoholimus belasten die Volksgesundheit und die Budgets der Krankenkassen. Alkoholkonsum fördert nicht selten die Kriminalität, insbesondere bei Körperverletzungs-, Ehrschutz- und Sexualdelikten. Norwegische Forscher haben jetzt ein nicht ganz neues Thema aufgegriffen und wollen Alkoholsucht mit LSD bekämpfen. Die psychedelische Droge LSD (Lysergsäurediethylamid) gilt als eines der stärksten Halluzinogene und hatte in Deutschland in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ihre große Zeit, bevor sie von anderen, moderneren Suchtmittel weitgehend verdrängt wurde. Eine leichte Renaissance ist in den letzten Jahren zu beobachten. Seit 1971 gilt LSD in Deutschland als nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel, dessen Herstellung, Erwerb und Verkauf strafbar ist.

Die beiden norwegischen Forscher Teri Krebs und Pål-Ørjan Johansen von der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) in Trondheim haben jetzt im Rahmen einer Studie 6 ältere Untersuchungen aus den 60er und 70er Jahren zur Behandlung von Alkoholsucht mit LSD ausgewertet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass schon die einmalige Einnahme von LSD durch Alkoholiker dazu führen kann, dass diese dauerhaft „trocken“ werden. Mehr als die Hälfte der damaligen Teilnehmer an den Untersuchungen hätten angegeben, nach einer Dosis LSD deutlich weniger Alkohol zu trinken. Wie bei heilpraxis.net

LSD-Strukturformel

nachzulesen ist, zeigten die Behandlungen mit LSD eine erstaunlich lang anhaltende Wirkung. Die Probanden hätten zum Teil noch nach 6 Monaten angegeben, deutlich weniger Alkohol zu trinken ...

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