Finanzaufsicht verhängt Bußgelder gegen Banken

Schlampige und fehlerhafte Beratungsprotokolle Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in hat eine Reihe von Beratungsprotokolle verschiedener Banken beanstandet und Bußgeldverfahren eingeleitet. Die Institute sollen bis zu 26.000 Euro zahlen. Obwohl bei der Anlageberatung durch eine Bank seit dem 1. Januar 2010 ein Beratungsprotokoll für die Dokumentation der Anlageberatung im Wertpapierbereich vorgeschrieben und seit 1. Juli 2011 ein "Beipackzettel" genanntes Produktinformationsblatt für Banken verpflichtend ist, scheinen die damit verfolgten Ziele, den Verbraucherschutz zu verbessern, nicht erreicht zu werden. Zweck des Protokolls Die Ziele der Protokollpflicht, das Beratungsgespräch richtig wiederzugeben und so vor Falsch- und Fehlberatung zu schützen werden in der Praxis offenbar nicht erreicht. Die BaFin hat deswegen insgesamt zehn Bußgeldverfahren gegen unterschiedliche Banken eingeleitet, da deren Protokolle nicht alle Risiken der empfohlenen Anlagen korrekt wiedergegeben hätten. Inhalt des Protokolls Das Protokoll muss zunächst vollständige Angaben über den Anlass der Beratung enthalten. Dies soll Aufschluss darüber geben, auf wessen Initiative das Gespräch geführt worden ist. Aufzunehmen ist auch, ob es Vorgaben eines Instituts an seine Mitarbeiter gab, Kunden auf bestimmte Produkte anzusprechen, oder ob ein Kunde in einer besonderen persönlichen Situation oder auf Informationen hin, die er von dritter Seite erhalten hat, um Beratung nachgesucht hat. Des Weiteren muss das Protokoll die Dauer des Beratungsgesprächs ausweisen. Aus der festgehaltenen Dauer des Beratungsgesprächs lassen sich Rückschlüsse auf dessen Qualität und die Plausibilität der inhaltlichen Angaben zum Gesprächsverlauf ziehen ...Zum vollständigen Artikel


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