Falsch, aber doch richtig

Wegen einer Bewährungsstrafe hatte mein Mandant seinen Arbeitsplatz verloren. Er war entsprechend froh, dass er nach längerer Suche wieder einen Job in Aussicht hatte. Zumal er von Anfang an ehrlich zum neuen Arbeitgeber war und die Vorstrafe nicht verschwieg.

Die Personalabteilung bei der neuen Firma wollte natürlich Näheres wissen. Immerhin konnte mein Mandant damit punkten, dass er nicht mal Bewährungsauflagen erhalten hatte. Selbst ein Bewährungshelfer war ihm nicht zur Seite gestellt worden.

Auf ein Führungszeugnis verzichtete der neue Arbeitgeber freilich nicht. Mein Mandant forderte das Führungszeugnis frohgemut an und staunte nicht schlecht. In dem Dokument stand nach einer korrekten Auflistung seiner Taten:

Bewährungshelfer bestellt.

Mein Mandant schrieb darauf hin ans Bundesamt der Justiz in Bonn, wo das Bundeszentralregister geführt wird. Er bat höflich um Berichtigung und um Übersendung eines korrekten Führungszeugnisses. Für das erste Zeugnis, mit der jetzt nichts anfangen konnte, hatte er ja immerhin die offizielle Gebühr von 13 Euro berappt ...

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