Das Recht braucht dem Unrecht nicht zu weichen

Die Überschrift dieses Beitrages ist ein Satz, der wohl in keiner Strafrechtsklausur fehlen darf, wenn eine Notwehrhandlung im Rahmen des § 32 StGB geprüft wird. Denn in einer Notwehrsituation findet grundsätzlich keine Güterabwägung statt, was man mit dieser Faustregel zu begründen sucht. Der sich in seiner Not Wehrende darf zwar nur das zum Schutz des bedrohten Rechtsgutes erforderliche Mittel einsetzen, muss sich gleichwohl aber nicht auf ein objektiv milderes Mittel verweisen lassen, das möglicherweise größere Risiken für den Verteidigungszweck bedeutet hätte (hier liegt insoweit auch immer eine ex-ante-Betrachtung unter Berücksichtigung etwa nur kurzer Nachdenkzeiträume zu Grunde) - somit darf sich der Angegriffene bereits bei relativ geringwertigen Angriffen mit körperlicher Gewalt, mithin gar mit tötlicher, wehren ...Zum vollständigen Artikel

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