Bericht von der IAPP-Datenschutz-Konferenz in Washington

Vom 7. bis 9. März 2012 fand in Washington DC die Jahrestagung der IAPP (International Association of Privacy Professionals) statt. In der IAPP sind mehr als 10.000 Datenschützer weltweit organisiert. An dem Treffen in Washington selbst nahmen rund 2.100 Datenschützer teil und tauschten sich über drei Tage lang in einer Reihe von Workshops zu unterschiedlichen globalen Datenschutzthemen aus.

Eröffnungsreden: USA und Europa im Vergleich

In den Eröffnungsreden von Jeff Jarvis und Brad Smith wurde insbesondere die unterschiedliche regulative Herangehensweise in Europa und den USA betont. Während in den USA der Bürger unter Datenschutz im Grundsatz eher die Frage versteht, was der Staat mit den Daten seiner Bürger machen darf, steht in Europa unter dem Begriff Datenschutz eher im Focus, was Unternehmen mit den Daten von Verbrauchern machen dürfen. Gerade im Vergleich der verschiedenen Entwürfe zu neuen Datenschutzregelungen zeigt sich zudem ein weiterer grundlegender Unterschied: während Europa eher das „Opt-In“-Konzept verfolgt (zulässige Datenverarbeitung nur mit gesetzlichem Erlaubnistatbestand oder Einwilligung des Betroffenen), präferiert die US-Seite eher ein „Opt-Out“-Konzept (grundsätzliche Zulässigkeit von Datenverarbeitung mit entsprechenden Informationspflichten und den Möglichkeiten zur Datenlöschung und Widerspruchserteilung).

Datenschutz: Teil der US-Regelungswelt

Insgesamt zeigte die Größe der Veranstaltung, welche Bedeutung dem Thema Datenschutz in den USA tatsächlich beigemessen wird und welch professionelle Datenschutzstrukturen dort implementiert werden. Auf der Veranstaltung wurde zum Beispiel eine ganze Reihe von Softwareprodukten vorgestellt, um den (US-)Datenschützer in seiner täglichen Arbeit zu unterstützen ...

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