Veröffentlichung von Bildern privater Anwesen nicht immer rechtmäßig

Eigener Leitsatz: Die Verbreitung von Bildern eines privaten Anwesens stellt dann einen Eingriff in die Privatsphäre des Hausherrn dar, wenn aufgrund der Veröffentlichung die Gefahr besteht, dass der Wohnort aufgefunden werden kann - beispielsweise durch Nennung des Stadtteils. Dies gilt auch dann, wenn die Bilder lediglich einen Rohbau zeigen.

Kammergericht Berlin

Urteil vom 06.02.2012

Az.: 10 U 50/11

Tenor: Die Berufung der Beklagten gegen das am 24. März 2011 verkündete Urteil des Landgerichts Berlin - 27 O 953/10 - wird auf ihre Kosten zurückgewiesen. Das Urteil ist in der Hauptsache gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 44.000,00 Euro und im Übrigen gegen Sicherheitsleistung in Höhe des jeweils zu vollstreckenden Kostenbetrages zuzüglich 10 % vorläufig vollstreckbar Entscheidungsgründe: I. Der Kläger verlangte von der Beklagten die Unterlassung der Verbreitung eines Bildnisses seines Anwesens in ... sowie einer u.a. ihn abbildenden Fotomontage auf dem Titel der Zeitschrift ... vom ... 2010 sowie verschiedener, in dem Artikel mit der Überschrift "..." in der genannten Zeitschrift in Bezug auf ihn enthaltenen Äußerungen. Auf die Feststellungen im Urteil des Landgerichts wird gemäß § 540 Abs.1 ZPO Bezug genommen. Das Landgericht hat der Klage mit Urteil vom 24. März 2011 in vollem Umfang stattgegeben. Die Beklagte hat gegen das ihr am 28. März 2011 zugestellte Urteil mit dem bei Gericht am 31. März 2011 bei Gericht eingegangenen Schriftsatz Berufung ein und diese nach Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist bis zum 30. Juni 2011 mit einem am 28. Juni 2011 bei Gericht eingegangenen Schriftsatz begründet. Die Beklagte meint, die Entscheidung sei unzutreffend. Die Abbildung des klägerischen Anwesens sei zulässig, weil sie die Diskrepanz zwischen der Außendarstellung des' Klägers und senien tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse illustriere ...Zum vollständigen Artikel


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