Landgericht Berlin erklärt Freundefinder und Geschäftsbedingungen von Facebook für rechtswidrig

Einen wichtigen Sieg für Verbraucher hat die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gegen den Internet-Riesen Facebook erstritten. Das Landgericht Berlin entschied auf Antrag der Verbraucherzentrale Bundesverband, dass der Freundefinder von Facebook gegen Datenschutzbestimmungen verstößt. Danach muss der Nutzer klar und deutlich darüber informiert werden, dass durch den Freundefinder das gesamte Adressbuch zu Facebook importiert wird und für Freundeseinladungen genutzt wird. Auch das umfassende Nutzungsrecht, dass sich Facebook in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen an allen Inhalten der Nutzer einräumen lässt, hielt das Gericht für rechtswidrig. Wie Fokus berichtet war die Webseite von Facebook deshalb am 07.03.2012 für mehrere Stunden nicht erreichbar. Verstöße bei Facebook sind bereits seit Jahren bekannt Obwohl schon seit Jahren bekannt ist, dass Facebook Datenschutzverstöße begeht und rechtswidrige AGB-Klauseln verwendet, wurde bisher nicht gegen Facebook vorgegangen. Schon im AGB-Check, den Chip im August 2010 zusammen mit unserer Kanzlei durchführte (http://www.kanzlei.biz/nc/agb-recht/chip-agb-check-mit-ra-hild.html)vertraten die Rechtsanwälte und Fachanwälte unserer Kanzlei die Auffassung, dass Facebook gegen Datenschutzbestimmungen verstößt. Darüber hinaus haben die Anwälte von kanzlei.biz � Anwaltskanzlei Hild & Kollegen in zahlreichen weiteren Interviews und Artikeln zu diversen datenschutzrechtlichen Problemen und weiteren Verstößen von Facebook Stellung genommen. Freundefinder Der Freundefinder ist eine der zahlreichen Funktionen von Facebook. Nach Eingabe der Nutzerdaten (E-Mail, Passwort) von E-Mailanbietern, wie u.a. Yahoo, T-Online, AOL oder web.de greift Facebook auf die Online-Adressbücher des Users zu. Sodann wird der User von Facebook benachrichtigt, welche von seinen Kontakten bereits bei Facebook registriert sind und welche noch nicht registriert sind ...Zum vollständigen Artikel


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