Immer mit der dicken Berta

Manchmal ist das Arbeitsrecht juristisch zu schwer bewaffnet.

Beschäftigt eine Anwaltskanzlei eine Rechtsanwältin, darf sie nach einer vom LAG Hessen im Januar aufrechterhaltenen und jetzt bekannt gewordenen einstweiligen Verfügung die Ex-Kollegin nicht mehr auf ihrer Homepage präsentieren (für männliche Kollegen gilt entsprechendes). Über diesen Fall ist letzte Woche vielfach berichtet worden; die Überschrift ist stets, das „Persönlichkeitsrecht“ der Kollegin sei verletzt. Mag sein, aber gilt das nur für Arbeitnehmer – was hätte ein Zivilgericht über den Ex-Partner, Ex-Freien etc. geurteilt? Ich hätte ernsthaft geglaubt, dass ein einfacher Wettbewerbsanspruch es auch getan hätte (z.B. § 4 Nr. 10 UWG). Das wäre bei einem Zivilgericht richtigerweise auch so gelaufen (die Wette gilt…). Nichts gegen das Persönlichkeitsrecht. Das Problem scheint hier doch aber zu sein, dass die Präsentation den Eindruck erweckte, die Kollegin arbeite noch da ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK