1000faches Quartalschaos bei Leistungsabrechnung und persönlicher Leistungserbringung in MVZ: Nicht genug für Zulassungsentzug?

Stellen Sie sich mal vor, Sie würden einen Patienten vertreten, der mit dem Verdacht eines eventuellen Behandlungsfehlers in Ihre Kanzlei tritt – und Sie müssten sich im Zuge der dann anzufordernden Kopien der dort geführten Behandlungsunterlagen des Behandlungsgeschehens dann die Frage stellen: Wer hat was und wann beim Patienten gemacht, wer hat wen vertreten, wer war für die Behandlung oder in der Vertretung eines anderen dafür wie und wie ausreichend qualifiziert und erfahren, was kann anhand von Patienten- und Behandlungsdaten in der Behandlungsdokumentation als glaubhaft und als Beweismittel (noch) verwendet, was durch Leistungsabrechnungsdaten auf Wahrheits- und Beweisgehalt gegengeprüft werden usw. ?

Es gibt Fälle, da weiss ich nicht, ob sich der Gesichtsausdruck eines Anwalts, der solch einen Fall auf den Tisch bekommt, in eine Richtung wandelt, die dem einer Miezekatze beim Anblick oder nach dem Genuss von purer Sahne im Töpfchen gleichen mag. Oder ob er je nach verbliebener Ausstattung seines Haupthaares sich dieses zu raufen oder um den Verbleib des übrigen Bestandes zu sorgen beginnen würde. Nur soviel ist nicht erst mit Fällen wie diesem sicher: In Mandaten bei möglichen Behandlungsfehlern hat es noch nie genügt, nur die Behandlungsdokumentation zu prüfen, ohne auch den Blick in jede denkbaren und erlangbaren Abrechnungsinformationen zu werfen. Und sich diese zu sichern.

Ich habe Mandanten erlebt, die nicht so recht verstanden, warum man sich bei Privatversicherten auch die Arztrechnungen für die streitige Behandlung [eventuell auch weitere, je nach Sachverhalt zB nachbehandelnder oder vorbehandelnder Ärzte und deren Patientendokumentation *)] und bei GKV-Versicherten auch dazu eine Vollmacht einräumen lässt, die Abrechnungen einzuholen, die dort von behandelnden Ärzten geltend gemacht und erstattet wurden. Und solche, die sich dagegen sträubten. Aus – zunächst ganz unerfindlichen Gründen – sträubten ...

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