Zahlungsabwicklung in Googles App Store

Nicht genug, dass Google in dieser Woche seinen App Store umbenannt hat (“Google Play” statt “Android Market”). Nach einer gestern verbreiteten Nachrichtenmeldung, die auf eine Reuters-Meldung zurückgeht, will es jetzt auch noch Geld damit verdienen? Zu einer Meldung und ihrer Geschichte.

Seit der Android Market Ende 2008 seinen Betrieb aufnahm, gab es verschiedene Wege, um Apps online zu kaufen. Zunächst einmal: Es gibt kein Google-Monopol. Neben Googles Android MarketPlay Store gibt es diverse andere Online Stores, die Android Apps vertreiben, außerdem können Entwickler Android Apps auch direkt über ihre Websites vertreiben. Wenn Benutzer bei Google kaufen wollen, können sie das über die Weboberfläche des Stores tun oder über eine auf ihrem Smartphone bzw. Tablet vorhandene App.

Googles Android Market Developer Distribution Agreement und die Android Market Developer Program Policies, die übrigens beide öffentlich einsehbar[1] und sogar in deutschsprachigen Fassungen erhältlich sind, enthielten immer schon die Bestimmung, dass Entwickler 70 % der Einnahmen aus solchen Käufen erhalten und dass die übrigen 30 % zwischen Mobilfunkanbietern[2] und Zahlungsabwicklern aufgeteilt werden. Entwickler müssen einen Vertrag mit einem von Google autorisierten Zahlungsabwickler schließen[3], um kostenpflichtige Apps anbieten zu können; Google selbst erhält zunächst keine Anteile an den Verkaufserlösen.

Dass Google für seinen eigenen App Store, sei es über eine Weboberfläche oder über eine App, als Zahlungsabwickler auftritt, ist naheliegend. Es erhält daher bei diesen Verkäufen, sofern nicht auch Mobilfunkanbieter beteiligt sind (siehe Endnote [2]), 30 % der Verkaufserlöse.

Interessant und Grundlage der Nachrichtenmeldung sind aber, auch wenn dies mitunter undeutlich formuliert ist, die nicht eigentlichen App-Käufe, sondern In-App-Käufe, also erst innerhalb einer zuvor erworbenen (oder kostenlos erhältlichen) App getätigte Käufe ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK