Messerstiche überlebt, dann im Main ertrunken

Nicht zum ersten Mal hat ein 27-jähriger Würzburger im vergangenen Mai bei einer Auseinandersetzung unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol zum Messer gegriffen. Doch bei dem aktuellen Fall war es nur glücklichen Umständen zu verdanken, dass sein Opfer nach mehreren lebensbedrohlichen Stichen in den Bauch noch gerettet werden konnte. Wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung wurde der Angeklagte am Freitag vom Landgericht Würzburg zu sechs Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

Das Opfer konnte vor Gericht nicht mehr gehört werden: Sechs Wochen nach der Messerattacke im Würzburger Ringpark ertrank der 33-Jährige im Main. Er hatte am 27. Juni mit Freunden am Mainufer getrunken. Als die Getränke ausgingen, schwamm eine Frau durch den 130 Meter breiten Fluss zu einem gegenüberliegenden Supermarkt. Als ihr auf dem Rückweg die Kraft ausging, sprang der Mann mit über 2 Promille Alkohol im Blut ins Wasser, um ihr zu helfen, und konnte sich abschließend selbst nicht mehr ans Ufer retten.

Zu den lebensgefährlichen Stichen am Abend des 14. Mai 2011 kam es, weil sich der 33-Jährige bei einem Streit zwischen der Ex-Freundin und der Schwester des Angeklagten auf die Seite der Ex-Freundin geschlagen hatte. Zwei Tage lang bedrohten und beleidigten sich alle Beteiligten immer wieder am Telefon, dann entschied sich der Angeklagte, die Sache „von Mann zu Mann“ mit Messern zu regeln. Beide Männer verabredeten sich an einer Stelle im Ringpark ...

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