EEG aktuell: Bundesregierung gibt gezielt irreführende Antworten auf Anfragen zur Photovoltaik

• von MdB Hans-Josef Fell • Die Bundesregierung hat in ihrer jüngsten Antwort auf meine Anfragen an einigen Stellen gezielt versucht, in die Irre zu leiten. Auf meine Frage nach den zusätzlichen Zählerkosten, die entstehen, wenn das sogenannte Marktintegrationsmodell eingeführt wird, verweist die Bundesregierung auf bestehende Regelungen im derzeitigen EEG. Diese galten aber nur für Anlagen, die einen Eigenverbrauchsbonus erhalten haben. Selbstverständlich muss für diese Anlagen dann auch der Eigenverbrauch gemessen werden. Mit der Streichung des Eigenverbrauchsbonus ist das Kapitel beendet. Für alle anderen Anlagen, die diesen Bonus nicht erhalten haben, hatte stets nur ein Photovoltaikzähler gereicht. Das soll jetzt anders werden, damit der 85%-Vergütungsanteil für Kleinstanlagen bzw. die 90% Vergütungsanteil für die anderen Anlagen berechnet werden kann. Also: Der Anlagenbetreiber muss zukünftig zwei Solarzähler bezahlen. Diese Kosten sind ebenso überflüssig wie die Mehrkosten des Netzbetreibers, der die ganzen Anlagen abrechnen muss. Es liegt auf der Hand, dass der Stromkunde dafür die Rechnung zahlen muss. Gänzlich in die Irre versucht die Bundesregierung bei der Antwort auf meine Frage zu den wissenschaftlichen Hintergründen des sogenannten „Marktintegrationsmodells“ zu führen. Niemand weiß, woher dieses Modell kommt, das nur unnötige Kosten verursacht. Das erinnert an die Marktprämie, die ebenfalls der Marktintegration dienen soll, aber auch nur die Stromkosten erhöht ...Zum vollständigen Artikel

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