De-Mail, nein danke

Rechtsanwältin Ann-Karina Wrede hat hier bei Internet-Law einen Beitrag über De-Mail veröffentlicht, in welchem sie insgesamt ein positives Fazit zieht. Dem muss ich an dieser Stelle ganz entschieden entgegen treten. Ausgangslage Wie immer bei technischen Neuerungen muss man auch bei De-Mail die technisch-spezifischen Unterschiede zum eigentlich zu ersetzenden Pendant in der analogen Welt herausarbeiten. Was müsste ein böswilliger Dritter, nennen wir sie Eve, in der realen Welt wohl tun, um die Kommunikation zwischen Alice und Bob (um damit bei den altbewährten Namen zu bleiben) abzuhören, die diese per Brief führen? Dabei können Alice und Bob natürlich Privatpersonen, Unternehmen oder auch Behörden sein, je nachdem, welches Szenario man sich vorstellen möchte. Zuerst einmal müsste Eve wissen, dass überhaupt kommuniziert wird. Am einfachsten herauszufinden wäre das wohl, indem sie einen der beiden ständig überwacht. Hier ergibt sich schon das erste Problem: Da der Briefkasten und der tatsächliche Aufenthaltsort der Personen i.d.R. auseinander fallen (Alice geht um 8 zur Arbeit, der Postbote kommt aber erst gegen 10), bräuchte Eve einen Komplizen, um etwaig eintreffende Briefe während der Abwesenheit von Alice möglichst unauffällig aus dem Briefkasten zu entnehmen, während sie selbst Alice observiert, ob diese auch ja nicht in der Mittagspause kurz zum Briefkasten der Post geht und selbst einen Brief versendet. Tut sie dies, steht Eve bei einem Großteil der Post-Briefkästen vor dem Problem, dass diese an öffentlichen Plätzen angebracht sind und sich nicht so einfach unauffällig öffnen und durchsuchen lassen. Alternativ könnte sie sich bei der Post einschleichen und dort den Brief entwenden ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK