und wieder mal ein Führerschein weggeredet

Wie so oft eine Beratung nach einer Drogenfahrt, die einen zerknirschten Mandanten zurück lässt. Hätte ich doch bloß die Klappe gehalten…. Der Mandant war von der Polizei angehalten worden und hatte freiwillig einem Drogenvortest zugestimmt. Als dieser positiv ausfiel, wurde eine Blutentnahme angeordnet. Die magische Grenze von 1,0 ng/ml Tetrahydrocanabinol im Blut war überschritten und er hatte damit ein Bußgeldverfahren mit Fahrverbot gewonnen.

Damit ist es natürlich nicht erledigt, das wissen nur die meisten Betroffenen nicht. Als jetzt die Führerscheinstelle ein nettes Schreiben schickte und ankündigte, es sei beabsichtigt, ihm die Fahrerlaubnis zu entziehen, dachte er sich, es sei jetzt doch wohl besser mal jemanden zu fragen, der sich damit auskennt.

Grundsätzlich waren die Blutwerte mit etwas über 1 ng/ml Tetrahydrocanabinol (THC) und 10 ng/ml THC-Carbonsäure (THC-COOH) nicht besonders dramatisch, zumindest wäre der für eine Entziehung erforderliche Gelegenheitskonsum nicht ohne weiteres nachweisbar gewesen. Die Werte hätten auch durch einen erstmaligen Probierkonsum entstanden sein können. Der Mandant machte aber einen Fehler. Er redete. Zu seinen Konsumgewohnheiten befragt, soll er den Polizeibeamten gesagt haben, es seien 1 bis 2 Joints die Woche. Das stimme so aber nicht meinte er nun, er habe gesagt, er rauche 1 bis 2 Joints im Monat. Das macht nur keinen Unterschied.

Nach der Anlage 4 zur Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) führt der regelmäßige (Nr. 9.2.1) und – wenn keine Trennung zwischen Konsum und Fahren erfolgt, also wenn man bekifft am Steuer erwischt wird – der gelegentliche (Nr. 9.2.2), Cannabiskonsum zum Wegfall der Fahreignung und damit zur Entziehung der Fahrerlaubnis ...

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