Wenn der Rechtsschutzversicherer mich beauftragt ...

... hab ich immer wieder ein komisches Bauchgefühl.

Die von mir sehr geschätzte Kollegin Weber in München berichtet in ihrem Blog von dem Gebaren der Rechtsschutzversicherer, wenn es um Empfehlungen hinsichtlich bestimmter Rechtsanwälte geht und der Verunsicherung, die das bei der Mandantschaft mit sich bringt (hier : http://rechtsanwalt-muenchen.net/rechtsschutzversicherungen-verunsichern-mandanten-freie-rechtsanwaltswahl-fur-versicherungsnehmer ).

Der Hintergrund dieser Praxis besteht darin, dass einige Rechtsschutzversicherer sich einen Pool von nicht selten Junganwälten halten, die um die Mandate froh sind und sich deswegen auf Gebührenvereinbarungen mit den Versicherern einlassen, die im außergerichtlichen Bereich deutlich unter dem Satz liegen, den ein unabhängiger Anwalt mit der Versicherung abrechnet. Im Gegenzug sind diese Anwälte nur zu bereit, die Verfahren dann auch im außergerichtlichen Bereich versanden zu lassen und von einem teuren Klageverfahren abzuraten – immerhin besteht dann weiterhin die Aussicht, vom Rechtsschutzversicherer empfohlen zu werden. Grundlage dieses Zusammenwirkens sind also auf beiden Seiten handfeste wirtschaftliche Interessen, die sich nicht unbedingt mit den Interessen des Mandanten decken müssen ...

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