LG Berlin: Facebooks Friend-Finder und Datenschutzbestimmungen teilweise unzulässig

Verbraucherschützer haben gestern vor Gericht einen Etappensieg gegen Facebook errungen: Das Landgericht Berlin hat geurteilt, dass Facebooks „Friend-Finder“ Funktion und Teile der Datenschutzbedingungen nicht mit den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen in Einklang stehen (Az.: 16 O 551/10).

Gesamte Adressbücher zu Facebook importiert

Mit der „Friend Finder“ Funktion können Facebook-Nutzer Freunde und Bekannte ausfindig machen. Die Nutzer werden dazu von Facebook aufgefordert, entsprechende Namen und E-Mail-Adressen aus ihrem lokalen E-Mail-Postfach freizugeben.

Was vielen Nutzern bislang aber nicht hinlänglich bewusst gewesen sein dürfte, ist dass Facebook das gesamte Adressbuch importiert. Die so gewonnenen Kontaktdaten nutzt Facebook, um per E-Mail Einladungen an die befreundeten oder bekannten Personen zu senden, um sie als neue Nutzer anzuwerben. Die Einladungen sind personalisiert und teils mit Fotos der vorhandenen Mitglieder versehen, wodurch sie auf den Empfänger besonders vertrauenserweckend wirken dürften.

Verstoß gegen das Transparenzgebot

Die Entscheidungsgründe des Urteils sind noch nicht veröffentlicht ...

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