Irgendwie unergiebig

Unergiebig ist ein Beweismittel, wenn es den zu beweisenden Umstand weder be- noch widerlegt. Ob ein Beweismittel unergiebig ist, erfährt man regelmäßig leider erst nach der Erhebung. Eine Ausnahme sind natürlich die Fälle, in denen die Unergiebigkeit dem Beweismittel auf die Stirn geschrieben steht. Das sind die Fälle, in denen eine blinde Person die Farbe eines Autos “beweisen” oder der zur Tatzeit inhaftierte Zeuge den Tatablauf aus eigener Wahrnehmung bekunden soll. Schlicht: Es sind die Fälle, in denen selbst einem erfahrenen Verteidiger langsam die Argumente für den Beweisantrag ausgehen.

Glücklicherweise muss die Staatsanwaltschaft normalerweise keine Beweisanträge schreiben. Es genügt gerade am Amtsgericht den Zeugen als Beweismittel aufzuführen. Das Gericht wird in seiner Amtsermittlungspflicht schon erkennen, warum der Zeuge zu hören sein soll – so die Theorie ...

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