Vorbestrafter Schönheitschirurg verliert die Approbation

Eigentlich wollte ein mittlerweile 78 Jahre alter Schönheitschirurg aus Düsseldorf vor dem Würzburger Verwaltungsgericht gegen den Widerruf seiner Approbation vorgehen. Doch dann erschien der mehrfach vorbestrafte Mediziner nicht zu dem Prozess, den er selbst angestrengt hatte, und seine Klagen wurden abgewiesen.

Eigentlich hätte der 78-Jährige, der von sich selbst behauptet, über 2.500 erfolgreiche ambulante Schönheitsoperationen auf der ganzen Welt durchgeführt zu haben, seine Approbationsurkunde längst zurückgeben müssen: Die Approbation ruht nämlich seit einer bestandskräftigen Anordnung der Regierung von Unterfranken vom Juni 2009. Das war ein halbes Jahr, nachdem der Chirurg vom Landgericht Würzburg in zweiter Instanz wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu 7.500 Euro Geldstrafe verurteilt worden war. In einer ambulanten Operation in Würzburg hatte der Angeklagte im Jahr 2003 einer 70-jährigen Frau mehr als 18 Kilo Fettgewebe entfernt, mit schlimmen Folgen: Die Operationswunde entzündete sich, die Frau musste anschließend zwei Monate stationär behandelt werden.

Diese Verurteilung genügte der Regierung als Grund, um wegen erwiesener Unzuverlässigkeit das Ruhen der Approbation anzuordnen und von dem 78-Jährigen die Aushändigung der Urkunde zu verlangen ...

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