Missbrauch und Minirock

8 Jahre soll er gekriegt haben, der Vater, der seine Tochter missbraucht haben soll und irgendwie werde ich den Gedanken nicht los, dass es für den Angeklagten hätte besser laufen können, wenn sein Verteidiger nicht gar so unglücklich agiert hätte. Doch von vorne: Eine Kollegin bat mich, für sie einen Termin in einer Nebenklagesache wahrzunehmen. Gegenstand: sexueller Missbrauch Vater an Tochter. Der Angeklagte bestritt die Taten. Ich kenne derartige Verfahren, allerdings als Verteidiger und weniger als Vertreter der Nebenklage und war gespannt auf den Ausflug ins eher ungewohnte Terrain. Ein entspannter Staatsanwalt begrüßte mich mit den Worten: "Heute sitzen Sie ja mal auf der richtigen Seite" und bald kannte ich auch den Grund seiner Tiefenentspanntheit. Für die An- und Nebenklage konnte es besser nicht laufen. Der Verteidiger hatte allerhand Leumundszeugen im Gepäck, die u.a. dazu bekunden sollten, dass die Nebenklägerin sich häufig aufreizend angezogen haben soll. Was das nun sollte bei einem Angeklagten, der die Vorwürfe leugnet, erschloss sich mir nicht ...Zum vollständigen Artikel


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