Bild-Chefredakteur als Zeuge im Buback-Prozess?

Bild-Chefredakteur Kai Diekmann (Archiv)

Am vergangenen Donnerstag fand das “Buback-Prozess” gegen Verena Becker fast ausschliesslich hinter verschlossenen Türen statt. Zum zweiten Mal wurde der frühere Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutzes “Sundberg” zu gesperrten Verfassungsschutzakten vernommen - und da es um operative Details ging, fand die Sitzung in weiten Teilen nicht-öffentlich statt. Besprochen wurde an diesem Tag übrigens auch, wann der Prozess in die letzte Phase gehen könnte: Vom 19. April an könnten die Schlussvorträge gehalten werden (genaue Termine hier), sofern nicht noch neue Aspekte auftauchen. Genau darauf hofft aber Michael Rätzlaff (Winsen), der Nebenklagevertreter des Bruders von Siegfried Buback. Er hat beantragt, Bild Chefredakteru Kai Diekmann als Zeugen zu laden.

Diekmann solle bekunden, was ihm sein “Chefreporter” über Recherchen im Fall Buback berichtet habe: Demnach soll Reporter Burkhard U. von einem Informanten erfahren haben, dass Verena Becker Siegfried Buback und dessen Begleiter erschossen habe. Diese Information habe der Informant “amtlich” erhalten – er muss also ein Mitarbeiter / Beamter einer Ermittlungsbehörde o.ä. sein.

Rätzlaff stützt seinen Antrag unter anderem auf einen Brief, den Bild-Chefredakteur Kai Diekmann an Michael Buback geschrieben habe. Darin heißt es laut Beweisantrag:

„Für den von Ihnen erwähnten Kummer empfinde ich vollstes Verständnis. Indes liegen dem Kollegen U ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK