Keine Gnade

Ein würdiger Gegner für Lex Luthor? Vergesst Superman, ein Anwalt ist es! Jedenfalls muss ein Anwalt nach Meinung der Gerichte wohl Superkräfte haben, damit er für alles und jedes verantwortlich ist und – wenn er ausnahmsweise mal keine Superkrädte hatte – haftbar gemacht werden kann. Nich anders kann die Entscheidung des BGH (BGH v. 01.02.2012 – XII ZB 298/11) verstanden werden:

Zur Begründung haben die Antragsteller ausgeführt, dass die Rechtsfachwirtin H.im Büro ihrer Verfahrensbevollmächtigten am 21. Januar 2011, dem Tag des Fristablaufs der im Computer notierten Berufungsfrist, den Auftrag gehabt habe, die Beschwerde einzulegen. Bei dem von Frau H. im Computer aufgerufenen Formular für die Beschwerdeschrift habe es sich noch um ein Formular nach dem alten Recht gehandelt, welches sie aber habe überschreiben wollen. Kurz danach habe Frau H.sich unwohl gefühlt, Kreislaufprobleme bekommen und sei dann ohnmächtig geworden. Sie sei von einer weiteren Angestellten und der Verfahrensbevollmächtigten wiederbelebt und von Letzterer zum Arzt gefahren worden, wo sie notversorgt worden sei. Die Verfahrensbevollmächtigte sei anschließend wieder ins Büro gefahren und habe wegen weiterer Termine der Angestellten P.die Weisung erteilt, die Beschwerde zu fertigen und fristwahrend zu faxen ...

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