Die Immendorf-Bibel und der Schrecken des Deuteronomiums, oder: Was Männer wollen und Frauen nicht dürfen

Immendorf-Bibel

Heute morgen bin ich beim Stöbern auf einen alten Blogbeitrag gestoßen, den ich im März 2006 geschrieben habe und jetzt – in leicht veränderter Form – wegen seiner relativen Zeitlosigkeit noch einmal wiedergeben möchte:

“ Am Wochenende habe ich in einer Frankfurter Buchhandlung ein Exemplar der Immendorf-Bibel erstanden, ein fast 1.000 Seiten starkes Werk im Din A4-Format mit 24 Bildern des Düsseldorfer Malers Jörg Immendorf. Ich habe ein wenig darin herumgeblättert und seit langem mal wieder einen Blick ins 5. Buch Mose, das Deuteronomium, geworfen. Das ist zum Teil schon erschreckend, was da so drinsteht. Die von Moses proklamierten Strafen sind bisweilen gnadenlos und die Todesstrafe eine Selbstverständlichkeit. Manchmal begegnen mir Richter, denen ich eine alttestamentarische Einstellung zum Strafen vorwerfe. Jetzt weiß ich wieder besser, wovon ich dann rede. Aber manche der angeordneten Rechtsfolgen sind auch unkonventionell und erscheinen fast schon liberal.

Bisweilen fragt sich, wer schwerer unter der Strafe trägt, der Täter oder sein Opfer. Beispiel: “Wenn ein Mann dabei ertappt wird, dass er ein unberührtes Mädchen vergewaltigt, muss er dem Vater des Mädchens 50 Silberstücke geben ...

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