Schmerzfrei in den Knast? Palliativmediziner dürfen Betäubungsmittel nicht an Patienten abgeben

Die Apothekenbetriebsordnung fristet auch in der Welt der juristischen Blogs eher ein Schattendasein. Vermutlich nicht einmal zu Unrecht. Um so schöner ist es dann doch für alle, wenn plötzlich aus dem Nachtschattengewächs ein strahlender Vogel Phönix wird. So geschehen vor einigen Tagen, als aus dem Kreis der Hospizvereine und Palliativkliniken plötzlich die vom Bundeskabinett beschlossene Reform der Apothekenbetriebsordnung gelobt wurde,, sie stelle eine „Weichenstellung für eine Verbesserung der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen (dar)“ , so der Deutsche Hospiz- und Palliativverband (DHPV). Mich hat das Lob einige Zeit Lektüre gekostet, denn mir hat sich nicht erschlossen, was denn nun besser werden soll für die Palliativmediziner, denen es derzeit durch § 13 BtmG unter Strafe (bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe) verboten ist, an ihre sterbenden Patienten Betäubungsmittel abzugeben, damit sie beispielsweise am Wochenende die Zeit bis zur Öffnung der Apotheke überbrücken können (sie dürfen aber immerhin einen zwei Wochen Vorrat verschreiben, den sich der Patient dann selbst aus der Apotheke holt. Wenn die aber zu hat und die Notdienst-Apotheke 30km entfernt liegt, darf er nicht mal für zwei Tage slbst die Medikamente an den Patienten geben). Ich will es kurz machen: Die Apothekenbetriebsordnung n.F ...

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