Bruder getötet: Angeklagter war nicht voll schuldfähig

Ein 55-jähriger Winzer aus Dettelbach (Kreis Kitzingen) war nicht voll schuldfähig, als er Ende Januar 2011 seinen eigenen Bruder brutal erschlagen und die Leiche in einem Weinfass versteckt hat. „Es kam zu einer gewissen Eigendynamik im Kopf“, sagte Psychiater Martin Krupinski von der Uni Würzburg gestern im Mordprozess vor dem Würzburger Landgericht: Aufgrund einer Persönlichkeitsstörung sei mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Winzer seinen vier Jahre älteren Bruder im Zustand der erheblich eingeschränkten Steuerungsfähigkeit erschlagen hat.

Warum es zu der Tat kam, fasste am Donnerstag ein 75 Jahre alter Nachbar zusammen, der die Brüder von Kindesbeinen an kennt: „Sie waren wie Kain und Abel.“ Die Rolle des bösen Kain nahm dabei in den Augen des Zeugen eindeutig der Getötete ein: Der Alkoholiker habe seinen Bruder immer wieder provoziert und geärgert: „Er war immer der Übeltäter ...

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