Pflichtverteidiger, Verfahren eingestellt und trotzdem Anwaltskosten zahlen?

Wird man einer Straftat bezichtigt und die möglichen Folgen dieses Strafverfahrens sind relativ schwer, dann hat man das Recht auf einen Pflichtverteidiger. Schlaue Angeklagte suchen sich rechtzeitig selbst einen Anwalt aus, der dann beim Gericht seine Bestellung zum Pflichtverteidiger beantragt. Nicht so schlaue Angeklagte machen gar nichts und bekommen dann einen vom Gericht ausgesucht. Nach welchen Motiven sich die Richterinnen und Richter sich ihre Gegenspieler aussuchen, ob nun nach Mitgliedschaft im selben Verein, nach der ähnlichen politischen Vorliebe, nach Sympathie oder nach Bereitschaft, sich unterzuordnen, das mag jeder für sich beantworten. Allen Fällen ist gleich: Der Staat übernimmt die Kosten für diesen Verteidiger (wobei die Kosten in der Regel nicht so hoch sind wie das, was ein Strafverteidiger üblicherweise verlangt).

Diese Kosten, die der Staat zahlt, muss man (an den Staat) zurückzahlen, wenn man rechtskräftig verurteilt worden ist. Nur dann. Dann flattert einem nach einigen Wochen eine Rechnung über die Verfahrenskosten ins Haus (Gerichtskosten, Zustellungskosten, Zeugengelder, Sachverständigenkosten etc.) und es findet sich dort auch die Summe, die der Pflichtverteidiger bekam ...

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