Fremde Welt vor der Haustür

Unser Münchener Kanzleistandort ist Förderer des Roland Berger Schüler-Stipendiums und hat die Kosten für ein Stipendium übernommen. Dieter Straub berichtet von einem Projekt, das bewegt.

Gestandenen Anwälten soll es ja eigentlich nur noch selten passieren, dass man in Situationen gerät, mit denen man nur schwer umgehen kann. Als ich gebeten wurde, zusammen mit unserem Partner Dr. Seeliger Mitglied der sogenannten Hauptjury der Roland Berger Stiftung zu werden, war ich zwar einigermaßen aufgeregt, ahnte aber noch nicht, wie sehr mich dieses Projekt bewegen würde.

Aufgabe dieser Jury ist es, aus den bei der Roland Berger Stiftung eingegangenen 115 Bewerbungen 30 Stipendiaten für München auszuwählen. Die Roland Berger Stiftung fördert begabte, engagementbereite und lernwillige Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien. Ziel ist es, diesen Stipendiaten eine Ausbildung zu ermöglichen, die sie ohne Unterstützung nie erhalten würden. Jeder Stipendiat wird von einem ehrenamtlichen Mentor betreut, der als Vertrauensperson und Mittler zwischen Elternhaus, Schule und Stiftung agiert.

Vor einem informellen Kennenlernen der rund 30 Juryteilnehmer Anfang Februar hatten wir einen Leitzordner mit den Unterlagen der Kinder erhalten, die sich in unserer Jury vorstellen würden. Alleine die Lektüre der Lebensläufe war faszinierend und erschütternd zugleich. Was würde uns erwarten?

In den Geschäftsräumen von Roland Berger im Hochhaus an der Mies-van-Rohe-Straße sollte unsere Jury die Kinder kennenlernen. In München kennt jeder die durch gläserne Brücken verbundenen Doppeltürme, den Skyline Tower, am Autobahnende in Schwabing. Vom 26. Stockwerk hat man einen faszinierenden Blick über die Stadt in die Berge.

„Unser“ erstes Kind war ein 8-jähriges Mädchen, das vor eineinhalb Jahren aus dem Irak mit seinen Eltern und Geschwistern nach München kam. Die Eltern sind beide Analphabeten ...

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