Bundesliga Recht: Schmähgesang, Brandstiftung und Kopftuchverbot

Der Mittwoch hatte einiges Juristisches zu bieten.

Zunächst einmal ermittelt der Kontrollausschuss des DFB gegen Mohamed Zidan. Der Ägypter hatte nach dem 4:0-Sieg der Mainzer auf dem Zaun mit den Fans gefeiert und gemeinsam mit den Anhängern „Scheiß Kaiserslautern” gebrüllt. Der sogenannte Schmähgesang brachte bereits Ex-Capitano eine 8000 Euro Geldstrafe ein. Im März 2011 hatte Ballack den Ruf „Scheiß FC Köln” angestimmt. 2009 wurde Torhüter Tim Wiese ebenfalls in gleicher Höhe für „Scheiß HSV“ bestraft. Nicht besonders überraschend also, das Zidan wohl ebenfalls eine Strafe in Höhe von 8000 Euro erwartet. Warum tausende Fans zusammen das S-Wort benutzen dürfen ohne bestraft zu werden, Fußballprofis aber nicht liegt wohl daran, dass diese zum „sportlichen Verhalten“ verpflichtet sind. Grundsätzlich zuständig für die „Bestrafung“ ist zunächst nach § 3 RuVO-DFB i.V.m. § 42 Nr. 2b DFB-Satzung das DFB-Sportgericht. Rechtsgrundlage ist § 8 Nr.1 b) RuVO-DFB, wonach sogenanntes „unsportliche Verhalten“ bestraft werden kann. § 8 Nr.4 erlaubt auch die hier einschlägige Geldstrafe. Weiteres zum Ablauf einer Bundesligasperre hier.

Nicht so einfach davon kommen wird wohl Breno. Nach Berichten der Bild-Zeitung liegt ein Gutachten vor, wonach die Ursache für den Brand in der Villa des Brasilianers eindeutig Brandstiftung war. Die Zeitung schreibt, dass es schon Ende März zur Anklage kommen kann. Wird er verurteilt, drohen ihm nach §§ 308ff. StGB bis zu zehn Jahre Haft ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK