Arbeitgeber muss Arbeitsvertrag bei fehlenden Deutsch-Kenntnissen nicht übersetzen

Unterschreiben ausländische Arbeitnehmer trotz fehlender Deutschkenntnisse einen deutschsprachigen Arbeitsvertrag, ist dieser wirksam. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, den Arbeitsvertrag in die Muttersprache des Arbeitnehmers übersetzen zu lassen, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in einem am Dienstag, 28.02.2012, in Mainz veröffentlichten Urteil (AZ: 11 Sa 569/11).

Damit scheiterte ein portugiesischer Lkw-Fahrer mit seiner Klage sowohl vor dem Arbeitsgericht Kaiserslautern als auch vor dem LAG. Der Mann arbeitete vom 24.07.2009 bis 31.03.2011 bei einer deutschen Spedition. Da der Arbeitnehmer kein Deutsch beherrscht, wurden bei der Einstellung die Arbeitsvertrags-Verhandlungen in portugiesischer Sprache durchgeführt. Daraufhin unterschrieb der Lkw-Fahrer den deutschsprachigen Formulararbeitsvertrag.

Im April 2011 machte der Fahrer noch ausstehenden Lohn für Dezember 2010 in Höhe von 900,00 € brutto sowie Fahrkostenpauschalen in einer Gesamthöhe von 3.870,00 € geltend. Der Arbeitgeber wollte dies jedoch nicht mehr bezahlen. Der Beschäftigte habe seine Ansprüche zu spät eingefordert ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK