Zu große sportliche Ambitionen? Kündigung!

Die Parteien streiten über die Wirksamkeit von zwei fristlosen Kündigungen. Der Kläger ist seit 2005 bei der Beklagten beschäftigt, die Fitness- und Wellnessgeräte vertreibt. Ende 2009 verkaufte die Beklagte an eine größere Kundin mehrere Dutzend Neugeräte. Die Gebrauchtgeräte, die sie 2005 geliefert hatte, nahm sie in Zahlung. Diese Geräte verkaufte sie an ein Fitnesshaus in einer anderen Stadt. Sowohl der Kläger als auch der ihm unterstellte Area Manager A., der am 01.07.2009 neu eingestellt worden war, waren mit diesem Großgeschäft befasst. Die Beklagte wirft dem Kläger vor, er habe A. veranlassen wollen, ihm eine Trainingsbank (Modell "W") beiseite zu schaffen. Sie hat dem Kläger daher außerordentlich gekündigt.

Das ArbG Koblenz hat der Kündigungsschutzklage stattgegeben (Urt. vom 25.01.2011 - 8 Ca 1536/10). Die Berufung der Beklagten hatte beim LAG Rheinland-Pfalz Erfolg (Urt. vom 27.10.2011 - 10 Sa 77/11):

Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme steht zur Überzeugung der Kammer fest, dass der Kläger im Dezember 2009 versucht hat, sich unberechtigt eine gebrauchte W. aus dem Gerätebestand zu verschaffen, den die Kundin ... der Beklagten in Zahlung gegeben hat ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK