Winzer gesteht Tötung des eigenen Bruders

In fünf Worten hat der Angeklagte im Brudermord-Prozess vor dem Würzburger Landgericht am Mittwoch zusammengefasst, was ihn dazu brachte, seinen älteren Bruder zu erschlagen: „Mir ist der Kragen geplatzt“, ließ der 54-jährige Winzer aus Dettelbach (Kreis Kitzingen) seinen Verteidiger Hanjo Schrepfer (Würzburg) zu Beginn des 6. Verhandlungstages vortragen.

Details der Tat schilderte der Angeklagte bei seinem Geständnis nicht. Das soll der psychiatrische Sachverständige, mit dem er über Tat und Vorgeschichte gesprochen hat, noch in dieser Woche für ihn erledigen. Das Motiv der Tat hat in seiner kurzen Erklärung ausführlicher geschildert. Demnach hat sich in der Tat eine mehr als 30 Jahre aufgestaute Wut des Winzers auf seinen vier Jahre älteren Bruder entladen: Seit 1978 „hat er mich immer nur schlecht und lächerlich gemacht“.

Glaubt man den zahlreichen Zeugen, durch deren Befragung das Schwurgericht seit 6 Verhandlungstagen die Hintergründe aufzudecken versucht, dann hat der Winzer aus seiner Wut auch nie einen Hehl gemacht und mehrfach angekündigt, seinen Bruder „pulverisieren“ zu wollen. In den Wochen vor der Tat eskalierten die Spannungen offenbar: Der 54-Jährige räumte ein, seinen Bruder schon eine Woche vor dessen Ermordung aus Wut mit einem schweren Knüppel gegen die Beine geschlagen zu haben. Der Getötete versperrte danach aus Angst vor dem 54-Jährigen immer seine Wohnungstür ...

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