Wenn der Hausarzt die Tötung verweigert

„Bitte kommen Sie schnell! Ich will sterben.“ So ähnlich könnte der Anruf oder die Email lauten, mit der ein unheilbar Kranker das mobile Sterbehilfe-Team NVVE zu sich nach Hause ruft.

NVVE steht für „Niederländische Vereinigung für ein freiwilliges Lebensende“. Die Vereinigung ist mit etwa 130.000 Mitgliedern die größte Sterbehilfe-Organisation der Welt.

Doch nach Inkrafttreten des vor ca. 10 Jahren beschlossenen niederländischen Sterbehilfe –Gesetzes gibt es immer noch Ärzte, die sich aus religiösen oder ethischen Gründen – oder weil sie schlichtweg Angst haben – weigern, den Sterbewunsch ihres Patienten zu erfüllen. Zur Sterbehilfe gezwungen werden, können sie nicht. Um hier Abhilfe zu schaffen, stehen auf Initiative der NVVE seit Donnerstag dieser Woche sechs ambulante Sterbehilfe-Teams bereit. Parallel dazu wird in Den Haag eine Lebensendeklinik eröffnet, die Sterbewillige aufnimmt, die nicht zu Hause sterben wollen.

Voraussetzung für den Einsatz der Sterbehilfe-Teams ist eine unheilbare Krankheit, unerträgliche Schmerzen und ein mehrfach und eindeutig geäußerter Sterbewunsch. Jeder Fall wird dabei einer Überprüfungskommission vorgelegt, die aus einem Arzt, einem Juristen und einem Ethiker besteht ...

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