… aber wenn Sie das Mandat beenden…

Es geht um eine Verkehrsunfallsache.

Nichts Großes, relativ geringer Schaden.

Der Mandat hatte selbständig ein Gutachten eingeholt, der Gutachter hatte einen Reparaturaufwand um die 1.100 € ermittelt.

Die Haftpflicht fängt an, den Schaden klein zu rechnen – so weit, so unspektakulär.

Der erste Hammer: Das Kleinrechnen führt zu einem Schaden unter 700,00 €, die Haftpflicht streicht zusätzlich die Kosten des Gutachters. Begründung: Bagatellschaden.

Nun ist es aber so, dass die Kosten eines Gutachters trotzdem zu ersetzen sind, wenn ein Laie nicht erkennen kann, ob ein Bagatellschaden vorliegt. Hier hatte sogar der Gutachter einen höheren (= Nicht-Bagatell-) Schaden ermittelt – wie also hätte ein Laie da von einem Bagatellschaden ausgehen können?

Ich schreibe das der Haftpflicht, schön gespickt mit Rechtsprechungsnachweisen. Reaktion: Die weitere Regulierung wird ohne weitere Begründung abgelehnt.

Also empfehle ich dem Mandanten die Erhebung der Klage. Erstaunlicherweise bleibt zunächst eine Reaktion aus, dann ein Schreiben des Mandanten: “Sie können die Sache abschließen.”

Also nochmal den Mandanten angeschrieben, darauf hingewiesen dass ich hier sehr gute Erfolgsaussichten sehe und darum gebeten mich nochmal anzurufen.

Das geschah dann heute ...

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