Folgen eines Arbeitsunfalls

Ob ein Arbeitsunfall ursächlich für entstandene Schmerzsymptomatik bei arthrotischen Veränderungen ist, hängt nicht nur von dem Unfallereignis selbst ab, sondern auch von dem prognostizierte Zeitpunkt des Auftretens von Beschwerden.

Mit dieser Begründung gab jetzt das Landessozialgericht Baden-Württemberg – gegen zwei ärztliche Gutachten – der Klage eines verunfallten Arbeitnehmers statt: Der Kläger war ab 2004 bei der Firma T. GmbH und Co. KG S., einem Automobilzulieferbetrieb der Kunststoffindustrie, beschäftigt und insoweit bei der Beklagten gesetzlich unfallversichert. Zuletzt war er in der Produktion als Bandarbeiter im Akkord tätig. Am 13.03.2006 stürzte er auf dem Weg zur Arbeit nach Verlassen seiner Wohnung auf einer Treppe und fiel auf seine linke Hand. Eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit wurde ärztlicherseits zunächst bis zum 16.03.2006 bestätigt. Nachdem er zwischenzeitlich seine Arbeit wieder aufgenommen hatte, stellte sich der Kläger am 24.04.2006 erneut beim Arzt vor und klagte über Schmerzen im Bereich des linken Handgelenkes, infolge derer er nicht weiter arbeiten könne. Nach Meinung der Beklagten endete die unfallbedingte Behandlung mit dem 27.07.2006. Bis einschließlich des 15.09.2006 wurde dem Kläger Verletztengeld gezahlt. Die Beklagte lehnte die Gewährung von Rente ab, da die Erwerbsfähigkeit des Klägers nach Ende des Verletztengeldanspruches nicht um wenigstens 20 v. H. gemindert sei. Daraufhin hat der Kläger beim Sozialgericht Freiburg Klage erhoben und die Feststellung weiterer Unfallfolgen sowie die Verurteilung der Beklagten zur Gewährung weiterer Leistungen begehrt. Mit Gerichtsbescheid vom 28.07.2008 hat das Sozialgericht die Klage abgewiesen. Hiergegen hat der Kläger Berufung eingelegt.

Das Landessozialgericht führt in seiner Urteilsbegründung aus, dass Unfallfolgen Folgen von Arbeitsunfällen i. S. von § 7 Abs. 1 SGB VII sind, also nach § 8 Abs ...

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