Erweiterung der Park- und Rastanlage Holdorf

Ist es notwendig für die Realisierung einer geplanten Erweiterung einer Park- und Rastanlage – neben bundeseigenen Flächen – auf 38.510 qm (davon 26.400 qm auf der Westseite und 12.110 qm auf der Ostseite) private Grundstücke zurückzugreifen, muss der Grundstückseigentümer dies hinnehmen, wenn durch eine Verschiebung der Anlage zwar sein Grundstück weniger betroffen wäre, aber dem eine erhebliche Kostenmehrbelastung gegenüberstünde und eine deutlich stärkere Beeinträchtigung von Natur und Landschaft.

So die Entscheidung des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts im Fall der geplanten Erweiterung der PWC-Anlage Holdorf. Durch den Ausbau der Rastplatzanlage sollen auf der Westseite der Bundesautobahn 1 insgesamt 36 LKW- und 29 PKW-Stellplätze (davon 2 Behindertenparkplätze) sowie 2 Busparkplätze, auf der Ostseite 30 LKW- und 39 PKW-Stellplätze (davon 2 Behindertenparkplätze) sowie 3 Busparkplätze entstehen. Das Vorhaben gehört zum Ausbauprogramm der Bundesregierung zur Verbesserung des Parkflächengebots an Tank- und Rastanlagen der Bundesautobahnen. Nach der Öffnung der osteuropäischen Märkte, der EU-Osterweiterung und der Expansion der Häfen an Nord- und Ostsee ist die Verkehrsbelastung des bundesdeutschen Autobahnnetzes deutlich gestiegen. Hiervon ist die A 1 wegen ihrer Transitbedeutung und als Hinterlandanbindung der deutschen Seehäfen besonders betroffen. Die Zunahme des Schwerlastverkehrs macht zusätzliche Stellplatzkapazitäten erforderlich, damit die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten eingehalten werden können. Zudem fehlen Stellplätze für Großraum- und Gefahrguttransporter, was Überprüfungen durch die Polizei und das Bundesamt für Güterverkehr erschwert. Für die Realisierung der geplanten Erweiterung der Anlage muss – neben bundeseigenen Flächen – auf 38 ...

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