BGH: Fettabsaugung ist kein trennungsbedingter Mehrbedarf

In der inzwischen geschiedenen Ehe spielte Geld offenbar nur eine Nebenrolle. Die bei Scheidung 54 Jahre alte Ehefrau hatte daher schon in der Ehe Schönheitsoperationen an sich vornehmen lassen. Die Kosten hierfür machte sie nun im Rahmen eines Unterhaltsprozesses geltend. Ihr Bedarf für den Unterhalt sei im vorliegenden Fall konkret zu ermitteln. Da sie sich schon in der Ehe regelmäßig habe verschönern lassen, gehörten die dafür anfallenden Kosten mit einem Betrag von Euro 1.800,00 jährlich zu ihrem konkreten Bedarf. Sei man nicht dieser Ansicht, müsse der Betrag jedenfalls als trennungsbedingter Mehrbedarf berücksichtigt werden, so trug sie alternativ vor. Der BGH (Urteil vom 18.01.2012 = XII ZR 178/09, dort Rz. 43) entschied anders: Zwar könne man vielleicht noch der Meinung sein, dass "eine Schönheitsoperation aufgrund altersbedingter Erscheinungen notwendig werde", die " zwangsläufig auftreten" ...Zum vollständigen Artikel

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