4A_623/2011: Anwaltshonorar; Substantiierung der Leistungen und Ansprüche

Wie wichtig es für einen Anwalt ist, seine Leistungen detailliert zu aufzulisten, dass es dabei aber nach kantonalem Recht genügte, diese in einer Beilage anzugeben, zeigt sich im Urteil 4A_623/2011 vom 10. Februar 2012. Der Beschwerdeführer war mit der Schlussrechnung seines Anwalts nicht einverstanden und gelangte vor das Bundesgericht mit der Rüge, die Vorinstanz habe zu Unrecht angenommen, für die Substantiierung des Honoraranspruchs reiche es nach der Rechtsprechung des Kantons Schwyz aus, dass in den Rechtsschriften auf Beilagen verwiesen werde, wenn aus diesen klar ersichtlich sei, wie sich die geltend gemachte Forderung zusammensetze. In diesem Fall kommt die Eidgenössische ZPO noch nicht zur Anwendung. Sowohl das erst- als auch das zweitinstanzliche Verfahren war vor deren Inkrafttreten anhängig gemacht worden, weshalb nach Art. 404 Abs. 1 ZPO das kantonale Prozessrecht einschlägig ist und der vom Beschwerdeführer angeführte Art. 221 ZPO nicht greift:
2.3 […] Schreibt das kantonale Recht vor, der Richter dürfe seinem Urteil nur behauptete Tatsachen zugrunde legen, so kann es grundsätzlich auch die Anforderungen festlegen, welchen die Behauptung zu genügen hat. Dem Prozessrecht bleibt mithin grundsätzlich vorbehalten, die Anforderungen festzulegen, denen eine Behauptung in formeller Hinsicht zu genügen hat, und zu bestimmen, in welcher Form und bis zu welchem Zeitpunkt die Sachvorbringen in das Verfahren einzuführen sind (vgl. BGE 108 II 337 E. 2b, 2d und 3) ...
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