Würden Frauen weniger trinken, hätte man weniger Fälle von sexuellen Übergriffen

Na, das geht ja gut los. Montagmorgen. Nein, es geht nicht um’s Blaumachen, aber um’s zu blau zum schlau und sicher sein. Vor …na, siehe Header eben. Oder so. Denn kaum viel anders kann man sie wohl verstehen. Die seltsam anmutende Kernaussage von Rainer Samietz vom Kommissariat zur Bekämpfung von Sexualdelikten, wie man sie hier lesen und verstehen muss. Zur Problematik mit den K.o.-Tropfen. Und zu einer seiner Angabe nach nicht zu bestätigenden Häufung der Fälle.

(Was nicht wirklich verwunderlich ist- wenn ER das nicht feststellen kann, schon allein deswegen: Es hat ja Gründe, warum betroffene Frauen scheuen, solche Fälle zur Anzeige zu bringen. Wenn solche Äusserungen und Haltung anderer ebenso wie der Verlust des Gedächtnisses für den fraglichen Zeitraum und damit auch für Beweise des Opfers und die Glaubhaftigkeit seiner Aussage noch zusätzlich in Frage gestellt werden können und würden, auch wegen des zeitlichen Ablaufs des Abbaus der k.o.-Tropfen im Körper)

Und zur Ursache des Alkoholkonsums (von Frauen) für die Zahl der Fälle sexueller Belästigungen. Ach, nicht der Alkoholkonsum von Männern, deren Wahrnehmungshorizont für ein “NO” dann noch reduzierter sein mag, als oft genug sonst schon? Die nicht nur alkoholbedingt reduzierte Bereitschaft ein “no” zu akzeptieren, sondern es mit k.o. Tropfen zu umgehen? Oder ist das so gemeint: Frauen müssen nur auf dem Trockenen sitzen, also gar nix und noch weniger Alkoholisches trinken, dann erwischen sie eben keine k.o.-Tropfen im Glas und überhaupt sind es ja keine k.o.-Tropfen, warum sie nach einer Nacht nix mehr wissen, sondern es ist das Rauscherl, das sie eben alkoholbedingt in ihrer Erinnerung k.o. setzt. Ahhhja. Alles klar. Oder?

Ich hätte ja wirklich gern diese Kernaussage anders gelesen, so im Sinne von “wo – egal ob Männlein oder Weiblein – viel gezwitschert wird, da kommt’s halt auch mal zu weniger oscarreifen und -prämierten Filmrissen, das muss nicht immer an k.o ...

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