WG-Mietrecht für Studenten – Das ist beim Einzug zu beachten

Von Jessica Jäger.

Ab März und April geht es wieder los – die Völkerreise der Studenten. Dann ziehen Bewohner, die fertig sind oder die Uni wechseln, aus den Wohngemeinschaften aus und neue Studienanfänger ziehen ein. Doch ist beim Mietrecht der Studenten auf einiges zu achten.

I. Die Art des Mietvertrages – Wer darf was?

Es kann zwischen zwei unterschiedlichen Modellen des Mietvertrages gewählt werden. Wer in eine bestehende WG einzieht, kann am Typ des Vertrages selbstverständlich nichts mehr ändern.

Typ 1: Hier stellen alle Mitglieder einer Wohnung eine Partei des Mietvertrages dar, wodurch die maximale Anzahl an Bewohnern festgelegt ist. Der Vermieter muss bei dieser Art jedem Mieterwechsel zustimmen und zusätzlich hat er zum einen die Möglichkeit, einen Mieterwechsel vertraglich auszuschließen, und zum anderen darf er selbst Mietern kündigen und neue Nachfolger bestimmen. Will er jedoch das gesamte Mietverhältnis auflösen, muss er allen Mitgliedern der Gemeinschaft kündigen. Ebenso müssen die Studierenden bei Auflösung des Mietverhältnisses gemeinsam dem Vermieter kündigen. Zieht ein neuer Mieter ein, so übernimmt er den Mietvertrag des ausgeschiedenen Mitgliedes.

Typ 2: Nimmt ein einzelner Mieter eine Partei des Vertrages ein und verfügt er über die Erlaubnis zur Untervermietung, so handelt es sich um den zweiten Typ. Hierbei ist im Hauptmietvertrag zumeist die maximale Anzahl an Untermietern festgelegt, wobei der Hauptmieter in jedem Fall und ohne Zustimmung des Vermieters Untermietern kündigen darf. Ob er bei der Aufnahme neuer Mieter die Zustimmung des Vermieters benötigt wird, hängt von der erteilten Befugnis zur Untervermietung ab. Ist die Erlaubnis personengebunden, muss der Vermieter jedem neuen Untermieter zustimmen, ist sie generell, so darf der Hauptmieter nach Lust und Laune die Bewohner tauschen. Diese Treuhand-Funktion des Hauptvermieters ist deshalb nicht risikofrei.

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