Wer den Urheber schützt, ist böse

Als ich jüngst in meinem Internet blätterte, stieß ich aufeinen in mancher Hinsicht bemerkenswerten Beitrag mit dem Titel „Generation der Verbrecher“ in dem blog „Indiskretion Ehrensache“ von ThomasKnüwer. Als ich jüngst in meinem Internet blätterte, stieß ich aufeinen in mancher Hinsicht bemerkenswerten Beitrag mit dem Titel „Generation der Verbrecher“ in dem blog „Indiskretion Ehrensache“ von ThomasKnüwer. Zunächst einmal: Der Autor tut, was der Internet-User offenbaram liebsten tut: Er lamentiert und pöbelt darüber, dass andere Menschen nichtseiner Meinung sind. Aber wie er es macht! Da wird beklagt, dass die Jugend,wenn sie doch nur kreativ sein wolle, stattdessen kriminalisiert würde; alsleuchtendes Beispiel wird ein naiv-dümmlicher vor Grammatikfehlern undunfreiwilligen Stilblüten („ich und meine Freunde“) strotzender Text einer16-jährigen Facebook-Userin lobhudelnd zitiert; und Ansgar Heveling muss auchmal wieder herhalten. Es ist ein Graus. Angeblich werde eine ganze Generation kriminalisiert, indemman vor der Ausstrahlung – urheberrechtsgeschützter – Filme eine Warnung einblende,dass das Fertigen von Raubkopien strafbar sei. „Jeder Zuschauer ein potentieller Gangster“ steht da wörtlich zulesen und von Generalverdacht ist die Rede. Nur wird durch die Warnung nochniemand kriminalisiert – durch die Warnung auf einer Zigarettenschachtelbekommt man ja auch keinen Krebs. Hier wird mal wieder munter die Wirkung mitder Ursache verwechselt. Dabei handelt sich doch bloß um einen Hinweis auf dieGesetzeslage, den mancher bitter nötig zu haben scheint, wenn man sich so imInternet umguckt ...Zum vollständigen Artikel

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