Trennung per SMS no go, Scheidung per App der Hit?

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Also – wer was haben will, für sein Geld, vor allem weil ja bekanntlich Rechtsschutzversicherungen Kosten der Scheidung nicht tragen (das berühmte “nicht versicherbare Risiko der Wahl der besseren Hälfte”), der wird vielleicht immer weniger das Gefühl haben, noch eine rischtische ooordentliche Gegenleistung für sein gutes Geld vom Anwalt zu bekommen. Vielleicht schiesst sich da die scheinbar geniale Idee auch selbst ein Eigentor: Wenn alles eine App erledigt und der Mandant selbst mit Scan und Upload von Doukenten, wozu dann den Anwalt teuer zahlen? Denn: Was kann der dann noch, wozu hat der denn dann studiert, wenn die App fast alles macht?

Klar, keine lange Wartezeit, minimaler Zeitaufwand beim Anwalt (wer da wem an Zeitaufwand zu lästig erspart wird – Anwalt dem Mandant oder umgekehrt - kann man mal überlegen), statt Onlinescheidung und “gemeinsamem” Anwalt dann demnächst womöglich sogar gar kein Anwalt mehr, sondern gemeinsame App, die dafür sorgt, dass alles per Computerprogramm ausgerechnet und ausgewertet wird. Sich möglichst nicht mehr sehen müssen, wenn man sich eh am liebsten nicht mehr sehen mag. Und einer den anderen fix vergessen. Wo vielleicht schon ein Neumodell am Start ist.

Und wozu dann noch den Umweg über Anwälte – dann könnte ja auch nur noch ein Richter drüberguggen und alles absegnen. Vorausgesetzt die App wird noch bissl ausgefeilt. Klappt natürlich sowieso und eh nur, wenn beide sich so einig sind, dass es keiner streitigen Auseinandersetzungen für Unterhalt, Vermögen, Hausrat, Sorgerecht, Zugewinn und Versorgungsausgleicht etc ...

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