Achtung Presse! Mein Bild in den Medien!?

Bühnen- ohne Medienpräsenz? Diesmal war es weder TV-Star noch Sternchen, das seine Darstellung in den Medien monierte – sondern ein Hundevorführer. Als sog. Handler hatte er bereits auf den Bühnen vieler Hundeschauen Terrier präsentiert und sich an die Medien gewöhnt. Alle Veranstaltungen waren für eine breite Öffentlichkeit zugänglich; sie wurden z. T. als Großveranstaltungen von mehreren zehntausend Interessierten besucht. Stets waren auch Vertreter der Presse und Medien dabei. Also ließ auch ein Internetportal Foto- und Videoaufnahmen von den Hundevorführungen anfertigen und präsentiert diese – nach wie vor – als Bestandteile einer Bildberichterstattung. Das Portal bietet, neben zahlreichen Fotoreportagen von den großen Hundeausstellungen, die weltweit größte Datenbank von Yorkshire-Terrier-Ahnen, Championlisten nebst Regularien sowie Daten und Informationen über die Hunderasse. Trotz der journalistisch-redaktionellen Nutzung der Foto- und Videoaufnahmen sah sich der Hundevorführer durch in seinen Rechten am eigenen Bild verletzt. Seine Klage gegen das Terrierportal wies das Landgericht Köln nun ab. Konkludente Einwilligung Bildnisse dürfen grundsätzlich nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden, so der Grundsatz im Recht am eigenen Bild. Die Einwilligung kann schriftlich, mündlich oder durch sog. konkludentes Verhalten (schlüssiges Verhalten) erteilt werden. In diesen Fällen spricht man auch von stillschweigender Einwilligung, obwohl dieser Begriff genau genommen falsch ist, denn: Stets bedarf es eindeutiger Anhaltspunkte dafür, dass der Abgebildete mit den Aufnahmen einverstanden sei. Ein bloßes Geschehenlassen (im Sinne eines Stillschweigens) reicht also gerade nicht ...Zum vollständigen Artikel

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