Verspätungszuschlag

Steuererklärung zu spät abgegeben.

Wer seine Steuererklärung zu spät einreicht, hat je nach Höhe der zu erwartenden Steuerschuld mit empfindlichen Sanktionen zu rechnen. Zwar sind Finanzbeamte nicht verpflichtet, bei jeder Verspätung einen Verspätungszuschlag festzusetzen, aber sie verfügen über einen weiten Ermessenspielraum, von dem viele gern Gebrauch machen. Dieses Druckmittel, das säumige Steuerbürger zur Pünktlichkeit mahnen soll, besteht nicht nur hinsichtlich der Einkommensteuer, sondern kann zum Beispiel auch Umsatzsteuer, Lohnsteuer oder Kapitalertragssteuer betreffen. Der Verspätungszuschlag, der in § 152 Abgabenordnung geregelt ist, muss sich allerdings in bestimmten Grenzen bewegen und darf nur erhoben werden, wenn die Verspätung unentschuldbar ist. So darf die Summe 10 % der festgesetzten oder geschätzten Steuer und dabei im Höchstfall 25.000 Euro nicht übersteigen. Während die anzuerkennenden Entschuldigungsgründe je nach Einzelfall zu prüfen sind, gilt die Versäumnis regelmäßig als unentschuldbar, wenn ein Steuerpflichtiger zum wiederholten Mal seine Steuererklärung nicht fristgerecht eingereicht oder aber eine bereits gewährte Fristverlängerung nicht eingehalten hat ...

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