IRIS2012 - Renate Riedl: "Identitätsdiebstahl- wer bin ich und warum will jemand ausgerechnet ich sein?"

Renate Riedl eröffnete mit ihrem Vortrag "Identitätsdiebstahl- wer bin ich und warum will jemand ausgerechnet ich sein?" die erste Nachmittagssession "Elektronische Identitäten" am ersten Tag der IRIS2012. Riedl stellte zunächst klar, dass es keine einheitliche Definition des Begriffs Identitätsdiebstahl gebe. Vom Begriff des Diebstahls lasse er sich jedenfalls nicht direkt ableiten, da Diebstahl immer eine Bereicherungsabsicht voraussetze. Der Identitätsdieb werde jedoch durch die "gestohlene" Identität als solche nicht bereichert; diese sei lediglich Mittel zum Zweck, um eine Bereicherung zu erlangen. Die Referentin ordnete den systematischen Diebstahl von Identitäten in einer Cyber-Risikomatrix ein, die die Auswirkungen zwar als vergleichsweise gering, die Entrittswahrscheinlichkeit aber als hoch bewertet. Sehr plastisch schilderte die Referentin verschiedene Methoden zur Erlangung fremder Identitäten, die sie teilweise auch selbst testweise praktiziert habe. Solche Methoden seien beispielsweise der Diebstahl von Bankkarten, der Diebstahl von Post aus Briefkästen, was oftmals ohne jegliche Hilfsmittel möglich sei. das Durchsuchen von Müll (sog. "dumpster diving") - hier seien nach eigener Erfahrung Riedls die Mülleimer in Bankfilialen ein lohnendes Ziel. Dort fänden sich oftmals weggeworfene Kontoauszüge, die Namen, Adressen und Kontonummern enthielten, Social Engineering, also das Aushorchen von Freunden oder Kollegen etc ...Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK