Wenn die ReNO umfällt, muss der Anwalt die Übersicht behalten

Der Beschluss war am 21.12.2010 zugestellt worden.

Am 21.01.2011 legten die Antragsteller Beschwerde am Kammergericht ein.

Nachdem der Vorsitzende des Senats die Antragsteller daraufhingewiesen hatte, dass nach dem neuen Verfahrensrecht die Beschwerde am Amtsgericht einzulegen ist, nahmen sie die Beschwerde zurück.

Am 17.02.2011 legte die Antragsteller am Amtsgericht Beschwerde ein und beantragte zugleich Wiedereinsetzung in den vorigen Stand.

Zur Begründung haben die Antragsteller ausgeführt, dass die Rechtsfachwirtin H.im Büro ihrer Verfahrensbevollmächtigten am 21. Januar 2011, dem Tag des Fristablaufs der im Computer notierten Berufungsfrist, den Auftrag gehabt habe, die Beschwerde einzulegen. Bei dem von Frau H. im Computer aufgerufenen Formular für die Beschwerdeschrift habe es sich noch um ein Formular nach dem alten Recht gehandelt, welches sie aber habe überschreiben wollen. Kurz danach habe Frau H.sich unwohl gefühlt, Kreislaufprobleme bekommen und sei dann ohnmächtig geworden. Sie sei von einer weiteren Angestellten und der Verfahrensbevollmächtigten wiederbelebt und von Letzterer zum Arzt gefahren worden, wo sie notversorgt worden sei. Die Verfahrensbevollmächtigte sei anschließend wieder ins Büro gefahren und habe wegen weiterer Termine der Angestellten P.die Weisung erteilt, die Beschwerde zu fertigen und fristwahrend zu faxen. Die Verfahrensbevollmächtigte habe die Beschwerde unterschrieben und sich dann zu weiteren Terminen begeben. An einem normalen Tag hätte sie den Schriftsatz nochmals überprüft, der 21. Januar 2011 sei aber aufgrund der dramatischen Situation nicht normal gewesen. Die Angestellte P ...

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