Prozess um mutmaßlichen Brudermord: Aussage des Angeklagten angekündigt

Bisher hat der Angeklagte im Prozess um einen mutmaßlichen Brudermord in Dettelbach geschwiegen, dass soll sich am kommenden Mittwoch ändern: „Wir werden am 29. Februar eine Erklärung zur Sache abgeben“, kündigte sein Verteidiger Hanjo Schrepfer (Würzburg) gestern an. Zuvor hatte der Vorsitzende Richter Lothar Schmitt versucht, dem 54-jährigen Winzer, der vor dem Schwurgericht in Würzburg auf der Anklagebank sitzt, ins Gewissen zu reden: „Es könnte sein, dass wir nicht auf ein Geständnis angewiesen sind. Sie aber vielleicht schon“, sagte Schmitt.

So schweigsam wie auf Anraten seines Anwalts vor Gericht war der 54-Jährige nicht immer: Bei seiner Einlieferung in die Würzburger Justizvollzugsanstalt am 30. Januar 2011 war er deutlich gesprächiger. Weil das Mordopfer, der Bruder des Angeklagten, auch schon Zeit in der JVA verbracht hat, kam einem Beamten der Name bekannt vor und er fragte den Winzer danach. Dessen Antwort: „Der macht euch keine Probleme mehr, dafür habe ich gesorgt. Der hat lange genug andere tyrannisiert.“ Das berichteten gestern drei Justivollzugsbeamte im Zeugenstand ...

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